Wer zahlt die Maklerprovision? Käufer oder Verkäufer


Die Frage, wer die Maklerprovision zahlt – Käufer oder Verkäufer – ist ein wesentlicher Aspekt beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie. Seit einer Gesetzesänderung im Dezember 2020 gibt es in Deutschland klare Regelungen, die die Verteilung der Maklerkosten zwischen den Parteien betreffen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Kosten üblicherweise aufgeteilt werden und welche rechtlichen Bestimmungen gelten.

Die 3 wichtigsten Fakten zur Fälligkeit der Maklerprovision:
  1. Gesetzliche Regelung: Seit dem 23. Dezember 2020 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Maklerprovision bei Kaufverträgen über Wohnimmobilien hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird.

  2. Verhandelbare Provision: Die Höhe der Maklerprovision kann verhandelt werden, jedoch ausschließlich vom Auftraggeber, also in der Regel vom Verkäufer.

  3. Fälligkeit der Provision: Die Maklerprovision wird in der Regel erst fällig, nachdem der Kaufvertrag notariell beurkundet und der Kaufpreis vollständig gezahlt wurde, was den rechtlichen Abschluss des Immobiliengeschäfts sichert.

    Wer zahlt Maklerprovision? Käufer oder Verkäufer

    Wer zahlt Maklerprovision? Käufer oder Verkäufer


    Wie ist die gesetzliche Regelung zur Zahlung der Maklerprovision?

    1. Hälftige Aufteilung: Seit dem 23. Dezember 2020 schreibt das neue Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser vor, dass die Maklerprovision hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden muss. Diese Regelung soll eine faire Kostenverteilung sicherstellen und den Käufer finanziell entlasten.

    2. Zustimmung und Zustimmungsprozess: Der Verkäufer kann den Makler beauftragen und damit die Kostenbeteiligung initiieren. Die Zustimmung des Käufers zur Teilung der Maklerprovision und zur Inanspruchnahme des Maklers erfolgt üblicherweise durch Zustimmung auf Immobilienportalen, bevor ihm das Exposé mit weiteren Details zur Immobilie zugesandt wird. Diese Zustimmung muss klar dokumentiert sein, um späteren Disputen vorzubeugen.

    Wie hoch sind die Maklerprovisionen?

    Die Höhe der Maklerprovision kann variieren und hängt von mehreren Faktoren ab. Hier sind die wichtigsten Punkte zur Höhe der Provision:

    1. Übliche Provisionssätze: In Deutschland liegt die Maklerprovision bei Kaufimmobilien in 12 Bundesländern bei 7,14 %. In Hessen, Bremen und MV bei  5,95 %, in HH bei 6,25 %  des Kaufpreises, inklusive Mehrwertsteuer. Diese Provision wird normalerweise zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

    2. Ihr Vorteil mit unserem Service: Bei uns beträgt die Maklerprovision nur 3%, was deutlich unter dem üblichen Marktwert liegt. Dies bietet sowohl Käufern als auch Verkäufern eine erhebliche Ersparnis.

    3. Nutzen Sie unseren Rechner: Um eine genaue Schätzung der anfallenden Maklerkosten für Ihre spezifische Immobilie zu erhalten, nutzen Sie unseren Maklerkostenrechner. Geben Sie einfach die relevanten Daten ein und erhalten Sie sofort eine detaillierte Berechnung.

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    FAQ: Wer zahlt die Maklerprovision – Käufer oder Verkäufer?

    1. Wie wird die Maklerprovision seit Dezember 2020 aufgeteilt?

    Seit dem 23. Dezember 2020 schreibt das Gesetz vor, dass die Maklerprovision bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt wird. Diese Regelung zielt darauf ab, eine faire Kostenverteilung sicherzustellen und den Käufer finanziell zu entlasten.

    2. Wie erfolgt die Zustimmung zur Maklerprovision durch den Käufer?

    Der Verkäufer beauftragt den Makler und initiiert damit die Kostenbeteiligung. Der Käufer muss der Teilung der Maklerprovision zustimmen, was üblicherweise über Immobilienportale erfolgt, bevor ihm das Exposé mit weiteren Details zur Immobilie zugesandt wird. Diese Zustimmung muss klar dokumentiert sein, um spätere Dispute zu vermeiden.

    3. Kann der Verkäufer die vollständige Maklerprovision übernehmen?

    Ja, der Verkäufer und der Makler können vereinbaren, dass der Verkäufer die vollständige Maklerprovision übernimmt. Dies kann ein Vorteil sein, da die Immobilie dann provisionsfrei für den Käufer angeboten wird, was die Attraktivität des Angebots erhöhen kann.

    4. Was passiert, wenn der Käufer der Provisionszahlung nicht zustimmt?

    Wenn der Käufer der Provisionszahlung nicht zustimmt, kommt der Maklervertrag für den Käufer nicht zustande. In der Praxis bedeutet dies, dass der Käufer keine weiteren Informationen oder das Exposé zur Immobilie erhält.

    5. Gibt es Unterschiede in der Provisionsregelung bei gewerblichen Immobilien?

    Ja, bei gewerblichen Immobilien oder Mehrfamilienhäusern gelten oft andere Regelungen. Hier ist die Provision häufig verhandelbar und nicht zwingend hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufzuteilen.

    6. Wie wirkt sich die Zustimmung des Käufers auf Immobilienportalen auf die Provisionszahlung aus? Auf Immobilienportalen muss der Käufer der Zahlung der Maklerprovision zustimmen, bevor er das Exposé mit weiteren Details zur Immobilie erhält. Diese Zustimmung gilt als vertragliche Einwilligung zur Zahlung der vereinbarten Provision.