Maklerprovision nach Kaufpreiszahlung – Wann zahlen?


Wenn Sie eine Immobilie in Deutschland kaufen oder verkaufen, wird die Maklerprovision üblicherweise erst fällig, nachdem der Kaufpreis vollständig gezahlt wurde. Diese Regelung sorgt für klare finanzielle Verhältnisse während der Immobilientransaktion.

Die 3 wichtigsten Fakten zur Fälligkeit der Maklerprovision:
  1. Fälligkeit nach Vertragsabschluss: Die Maklerprovision wird in der Regel fällig, sobald der Kaufvertrag notariell beurkundet und der Kaufpreis vollständig gezahlt wurde.

  2. Gesetzliche Regelung: Seit dem 23. Dezember 2020 muss nach deutschem Recht die Maklerprovision gerecht zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden, wenn nichts anderes vereinbart ist.

  3. Zahlungsfristen: Üblicherweise wird im Maklervertrag eine Zahlungsfrist vereinbart, die oft zwischen sieben bis vierzehn Tagen nach Vertragsabschluss liegt. Diese Frist beginnt mit der vollständigen Zahlung des Kaufpreises.

    Fälligkeit der Maklerprovision nach Kaufpreiszahlung

    Fälligkeit der Maklerprovision nach Kaufpreiszahlung


    Wann ist die Maklerprovision zahlbar und welche Fristen gelten?

    Die Zahlung der Maklerprovision hängt eng mit dem Erfolg der Vermittlung und dem Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags zusammen. Hier sind die wesentlichen Punkte zur Zahlungsfrist für Maklergebühren:

    • Vertragsabschluss als Auslöser: Die Maklerprovision wird fällig, sobald der notarielle Kaufvertrag oder Mietvertrag unterzeichnet ist. Der Makler hat Anspruch auf die Provision, da er seine vertraglichen Leistungen erfolgreich erbracht hat, d.h., er hat einen geeigneten Käufer oder Mieter gefunden, der den Vertrag abschließt.

    • Zahlungsziel nach Vertragsunterzeichnung: In den meisten Fällen legen Makler in ihren Geschäftsbedingungen fest, dass die Provision innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach Vertragsunterzeichnung gezahlt werden muss. Dieser Zeitraum variiert üblicherweise zwischen sieben bis vierzehn Tagen.

    • Gesetzliche Regelungen: Seit der Gesetzesänderung 2020 wird in Deutschland die Maklerprovision bei Kaufverträgen über Wohnimmobilien in der Regel hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Die Zahlung jeder Partei ist davon abhängig, dass die andere Partei ihren Anteil ebenfalls geleistet hat. Dies soll eine faire Aufteilung der Kosten sicherstellen.

    • Besonderheiten bei der Zahlungsfrist: Eine Vorabzahlung der Maklerprovision wird als unüblich betrachtet und sollte hinterfragt werden, da die Provision streng genommen erst nach vollständiger Erfüllung der Maklerleistung fällig wird.

    Wann besteht kein Anspruch auf Maklerprovision?

    Makler erhalten ihre Provision nur unter bestimmten Bedingungen. Es gibt jedoch Fälle, in denen sie keinen Anspruch auf diese Gebühr haben:

    1. Kein erfolgreicher Vertragsabschluss: Ein Makler hat nur dann Anspruch auf eine Provision, wenn seine Bemühungen direkt zu einem Vertragsabschluss führen. Findet keine Vermittlung statt, die in einem Kauf- oder Mietvertrag mündet, steht dem Makler auch keine Provision zu.

    2. Fehlende Doppeltätigkeit bei Alleinaufträgen: Wenn ein Makler von nur einer Partei beauftragt wurde und diese Partei den Kauf oder die Vermietung ohne seine Hilfe abschließt, entfällt der Provisionsanspruch.

    3. Ablauf der Bindungsfrist: Wenn nach Ablauf eines Maklervertrags ein Kauf- oder Mietvertrag ohne weitere Beteiligung des Maklers zustande kommt, besteht kein Anspruch auf Provision, sofern dies nicht im Vertrag anders vereinbart wurde.

    4. Unzulässige Vereinbarungen: Gesetzlich unzulässige oder überhöhte Provisionsforderungen sind nicht einklagbar. Wenn beispielsweise ein Makler eine höhere als die ortsübliche Provision fordert und dies nicht klar im Vertrag geregelt ist, kann sein Anspruch zurückgewiesen werden.

    Häufig gestellte Fragen zur Fälligkeit der Maklerprovision nach Kaufpreiszahlung

    1. Wann genau wird die Maklerprovision fällig, wenn die Zahlung erst nach dem Kaufpreis erfolgt?

    Die Maklerprovision wird in der Regel fällig, sobald der gesamte Kaufpreis an den Verkäufer gezahlt und der Kaufvertrag notariell beurkundet wurde. Dies stellt sicher, dass der Immobilienkauf offiziell abgeschlossen ist, bevor irgendwelche Provisionszahlungen geleistet werden müssen.

    2. Was passiert, wenn der Kauf nach Vertragsunterzeichnung scheitert? Muss ich dann trotzdem die Maklerprovision zahlen?

    Nein, die Maklerprovision erst nach Kaufpreiszahlung ist nur dann fällig, wenn der Kauf tatsächlich vollständig abgewickelt und der Kaufpreis vollständig bezahlt wurde. Scheitert der Kauf nach der Unterzeichnung des Vertrags, aber vor der vollständigen Zahlung, ist die Provision nicht geschuldet.

    3. Wie kann ich mich als Käufer absichern, dass ich die Maklerprovision nicht vorzeitig zahlen muss?

    Um sicherzustellen, dass die Maklerprovision erst nach der Kaufpreiszahlung fällig wird, sollten Sie eine klare Klausel in den Kaufvertrag aufnehmen, die den Zeitpunkt der Provisionszahlung genau festlegt. Zudem ist es ratsam, nur mit lizenzierten Maklern zu arbeiten, die sich an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten.