Maklerkosten 2024 - Was kostet ein Makler und wer zahlt?


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Maklergebühr

Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über Maklerkosten und klärt wichtige Fragen wie "Wer zahlt den Makler?", "Was kostet ein Makler?" und gibt Ihnen Tipps, wie Sie bei den Maklerkosten sparen können. Egal, ob Sie einen Makler beauftragen möchten oder sich einfach nur über die potenziellen Kosten informieren wollen, hier finden Sie wertvolle Einblicke und Ratschläge.

Die 3 wichtigsten Fakten 

  1. Maklerkosten sind variabel: Die Kosten für die Beauftragung eines Maklers beim Kauf, Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie können je nach Makler, Region und Immobilientyp variieren. Sie werden üblicherweise als Prozentsatz des Verkaufspreises oder der Jahreskaltmiete berechnet.

  2. Gesetzliche Regelung bei Verkauf: Seit Dezember 2020 ist die Aufteilung der Maklerprovision beim Immobilienkauf in Deutschland gesetzlich so geregelt, dass Käufer und Verkäufer die Kosten teilen müssen. Diese Regelung zielt darauf ab, eine faire Kostenverteilung zu gewährleisten.

  3. Steuerliche Absetzbarkeit: Für Vermieter sind Maklerkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzbar, was zu einer Steuerersparnis führen kann. Dies gilt allerdings nicht für den Verkauf oder den Kauf selbst genutzter Immobilien.

Inhaltsverzeichnis

  • Grundlagen der Maklerkosten
  • Gesetzliche Regelungen zur Provisionsteilung
  • Maklerkosten beim Immobilienkauf
  • Maklerkosten bei der Vermietung
  • Steuerliche Aspekte der Maklerkosten

Wie hoch sind die Maklerkosten und wer zahlt den Makler?

Die Maklerkosten bleiben ein zentrales Thema für jeden, der eine Immobilie, verkaufen oder vermieten möchte. Die Frage 'Was kostet ein Makler?' ist dabei ebenso relevant wie 'Wer zahlt den Makler beim Immobilienkauf?' und 'Wer trägt die Maklerkosten bei der Vermietung?'.

Seit der Einführung des Bestellerprinzips und der neuen Regelungen zur Teilung der Maklerprovision ist es entscheidend, die Maklerkosten genau zu verstehen, bevor man einen Makler beauftragt

Maklerkosten beim Kauf oder Verkauf von Immobilien

Höhe der Kosten:

  • Die Maklerprovision beim Kauf oder Verkauf von Immobilien variiert, bewegt sich aber üblicherweise um die 7% des Kaufpreises der Immobilie, inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die genaue Höhe der Provision ist regional unterschiedlich und kann zwischen Käufer und Verkäufer verhandelt werden.

Wer zahlt den Makler?

  • Durch das im Dezember 2020 eingeführte Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten müssen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision beim Immobilienkauf grundsätzlich teilen. Dies bedeutet, dass keine Seite mehr als die Hälfte der Provision tragen muss. Die genaue Aufteilung muss im Maklervertrag festgelegt werden. Diese Regelung zielt darauf ab, die Käufer finanziell zu entlasten, da zuvor oft der Käufer die gesamte Provision alleine trug.
Maklerkosten bei der Vermietung von Immobilien

Höhe der Kosten:

  • Bei der Vermietung von Wohnraum dürfen die Maklerkosten maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen.

Wer zahlt den Makler?

  • Gemäß dem Bestellerprinzip, das seit 2015 gilt, muss derjenige die Maklerkosten tragen, der den Makler beauftragt hat. In den meisten Fällen ist dies der Vermieter. Das Bestellerprinzip wurde eingeführt, um zu verhindern, dass Vermieter die Kosten für die Maklerdienste auf die Mieter umlegen, insbesondere in angespannten Wohnungsmärkten.

Fazit

Die Regelungen zu den Maklerkosten bieten eine klare Struktur, wer in welchem Kontext für die Bezahlung des Maklers verantwortlich ist. Während beim Kauf oder Verkauf von Immobilien die Kosten geteilt werden müssen, trägt bei der Vermietung der Auftraggeberdes Maklers die Kosten. Diese Regelungen tragen dazu bei, eine gerechtere Verteilung der Maklerkosten zu gewährleisten und die finanzielle Belastung für Käufer und Mieter zu reduzieren.

Die Maklerkosten haben einen hohen Anteil beim Kauf einer Immobilie.

Die Rechnung verdeutlicht, wie sich die Gesamtkosten beim Kauf einer Immobilie durch die Addition von Maklerkosten, Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten zum Kaufpreis zusammensetzen. Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung basierend auf einem Kaufpreis von 350.000 Euro:

  • Kaufpreis der Immobilie: 350.000 €
  • Anteil Maklerkosten (3,57%): 12.495 €
  • Grunderwerbsteuer (6%): 21.000 €
  • Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5%): 5.250 €
  • Gesamtkosten des Immobilienkaufs: 388.745 €

Diese Aufstellung zeigt, dass die Maklerkosten einen signifikanten Anteil an den Nebenkosten beim Immobilienkauf ausmachen. Obwohl die Maklergebühr für die Vermittlung einer Immobilie einen wesentlichen Kostenpunkt darstellt, ist zu beachten, dass diese Kosten nicht immer direkt im Verhältnis zum Aufwand des Maklers stehen. Die Höhe der Maklergebühr ist in Deutschland durch Marktusancen und zum Teil durch gesetzliche Regelungen bestimmt, die eine faire Aufteilung der Kosten zwischen Käufer und Verkäufer vorsehen. Trotz der Intention, durch das Gesetz von 2020 eine gerechtere Kostenverteilung zu erreichen, hat sich das Niveau der Maklerkosten selbst nicht wesentlich verändert.

Im internationalen Vergleich fallen die Maklergebühren in anderen Ländern oft niedriger aus, was auf unterschiedliche Marktstrukturen und Regulierungen zurückzuführen ist. Die Diskrepanz in den Maklerkosten wirft Fragen bezüglich der Preisgestaltung und des Wertes der Maklerdienstleistungen auf. Während Makler zweifelsohne eine wichtige Rolle im Vermittlungsprozess spielen, indem sie Käufer und Verkäufer zusammenbringen, Verhandlungen führen und bei der Abwicklung unterstützen, ist die Debatte über die Angemessenheit der Maklergebühren, insbesondere im Hinblick auf die Gesamtkosten eines Immobilienkaufs, weiterhin relevant.


Was kostet ein Makler? Wie hoch sind Provisionen Maklerprovisionen je Bundesland ?

Das Gesetz schreibt vor, dass die Provision hälftig zwischen Verkäufer und Käufer geteilt wird, wenn der Makler von beiden Seiten beauftragt wird. Diese Regelung betrifft den Kauf von Wohnimmobilien und soll eine gerechte Aufteilung der anfallenden Kosten sicherstellen.

Durchschnittliche Maklerprovisionen

Vor der Gesetzesänderung lagen die üblichen Maklerprovisionen zwischen 3,57% und 7,14% des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Diese Sätze könnten je nach Bundesland und lokalen Gepflogenheiten variieren. Die Einführung der gesetzlichen Regelung zur Teilung der Maklerprovision hat zwar die Praxis der Kostenverteilung standardisiert, die üblichen Provisionssätze aber nicht direkt beeinflusst. In der Regel bewegen sich die Provisionssätze immer noch innerhalb dieser Spanne, sind nun aber zwischen Käufer und Verkäufer aufzuteilen.

Wer hat die Provisionssätze festgelegt?

Die Höhe der Maklerprovision war und ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern ergibt sich aus den Marktgegebenheiten und den individuellen Vereinbarungen zwischen Maklern und ihren Auftraggebern. Die gesetzliche Regelung greift lediglich in die Verteilung der bereits ausgehandelten Provisionssätze ein, nicht aber in deren Festlegung. Traditionell wurden die Provisionssätze durch die übliche Praxis in den jeweiligen Regionen und den individuellen Verhandlungen bestimmt.

Fazit

Obwohl das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision eine einheitlichere Handhabung der Kostenverteilung bei Wohnimmobilienkäufen geschaffen hat, sind die Provisionssätze selbst weiterhin Verhandlungssache zwischen Maklern und ihren Auftraggebern und können je nach Bundesland variieren. Für genauere, aktuelle Informationen zu den Maklerprovisionen in einem spezifischen Bundesland ist es empfehlenswert, lokale Makler direkt zu kontaktieren oder die aktuellen Angebote auf dem Immobilienmarkt zu prüfen.

Gesamthöhe der Maklerprovision nach Bundesland:
BundeslandProvision Gesamt
Baden-Württemberg7,14 %
Bayern7,14 %
Berlin7,14 %
Brandenburg7,14 %
Bremen5,95 %
Hamburg6,25 %
Hessen5,95 %
Mecklenburg-Vorpommern5,95 %
Niedersachsen5,95 - 7,14 %
Nordrhein-Westfalen7,14 %
Rheinland-Pfalz7,14 %
Saarland7,14 %
Sachsen7,14 %
Sachsen-Anhalt7,14 %
Schleswig-Holstein7,14 %
Thüringen7,14 %

Kommen die Maklerkosten auch zum tragen, wenn meine Immobilie nicht verkauft wird?

Viele Eigentümer fragen sich, ob Maklergebühren bei Nichtverkauf ihrer Immobilie anfallen. Die Antwort hängt stark von den Bedingungen des Maklervertrags ab. Eine klare Vereinbarung über die Provision des Maklers ist entscheidend, um Überraschungen zu vermeiden. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die Maklerprovision fällig wird, auch wenn die Immobilie nicht verkauft wird. Tatsächlich ist die Zahlung der Provision meist erfolgsbasiert, was bedeutet, dass Maklergebühren nur im Falle eines erfolgreichen Verkaufs anfallen."

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Alleinauftrag

Bei einem Alleinauftrag verpflichtet sich der Eigentümer, ausschließlich mit dem beauftragten Makler zusammenzuarbeiten, um die Immobilie zu verkaufen. Selbst wenn der Eigentümer einen Käufer ohne die Hilfe des Maklers findet, könnte eine Provision fällig werden, abhängig von den im Vertrag festgelegten Bedingungen. In der Regel sind jedoch auch bei einem Alleinauftrag Maklergebühren nur bei erfolgreichem Verkauf der Immobilie fällig. Die genauen Konditionen sollten im Vertrag spezifiziert sein.

Einfacher Maklerauftrag

Beim einfachen Maklerauftrag hat der Eigentümer die Möglichkeit, parallel auch andere Makler zu beauftragen oder die Immobilie auf eigene Faust zu verkaufen. In diesem Fall werden Maklerkosten normalerweise nur fällig, wenn der Verkauf tatsächlich über den beauftragten Makler abgewickelt wird.

Erfolgsbasis

Die meisten Maklerverträge in Deutschland sind so gestaltet, dass die Maklerprovision erfolgsbasiert ist. Das bedeutet, dass die Maklerkosten nur dann anfallen, wenn der Makler erfolgreich einen Käufer vermittelt und der Verkauf der Immobilie abgeschlossen wird. Falls keine Verkaufsvereinbarung zustande kommt, fallen in der Regel keine Maklerkosten an.

Wichtige Aspekte

  • Vertragsbedingungen: Es ist essenziell, die Bedingungen des Maklervertrags sorgfältig zu lesen und zu verstehen, bevor Sie ihn unterschreiben. Achten Sie insbesondere darauf, unter welchen Umständen Maklergebühren fällig werden.
  • Klare Vereinbarungen: Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten alle Vereinbarungen bezüglich der Provision und deren Fälligkeit im Vertrag klar definiert sein.
  • Verhandlung: Bedingungen des Maklervertrags, einschließlich der Provisionsregelung, sind oft verhandelbar. Zögern Sie nicht, über die Konditionen zu sprechen, die Ihnen wichtig sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Maklerkosten in der Regel nur im Erfolgsfall, also beim tatsächlichen Verkauf der Immobilie, anfallen. Jedoch ist es wichtig, den Maklervertrag genau zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass keine unerwarteten Kosten entstehen.


Können Maklerkosten steuerlich abgesetzt werden?

Ob Maklerkosten steuerlich absetzbar sind, hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom Zweck der Immobilientransaktion und der Nutzung der Immobilie. Hier sind die grundlegenden Richtlinien:

Bei Vermietung und Verpachtung

Wenn Sie eine Immobilie vermieten oder verpachten, können die Maklerkosten als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Diese Kosten mindern direkt Ihre Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und somit die Steuerlast. Das umfasst sowohl die Kosten für die Vermittlung eines Mieters als auch für den Kauf einer Immobilie, die anschließend vermietet wird.

Beim Verkauf einer Immobilie

Die Maklerkosten beim Verkauf einer Immobilie sind in der Regel nicht direkt steuerlich absetzbar. Sie können jedoch den steuerpflichtigen Gewinn aus dem Immobilienverkauf mindern, wenn es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft handelt, das innerhalb der Spekulationsfrist (in Deutschland aktuell zehn Jahre nach Erwerb) realisiert wird. In diesem Fall werden die Maklerkosten den Anschaffungs- oder Herstellungskosten hinzugerechnet bzw. vom Verkaufserlös abgezogen, was den zu versteuernden Gewinn reduziert.

Beim Kauf eines selbst genutzten Wohnraums

Maklerkosten für den Kauf eines Eigenheims oder einer selbst genutzten Wohnung sind nichtsteuerlich absetzbar. Diese Ausgaben gelten als Kosten der privaten Lebensführung und finden keine Berücksichtigung in der Einkommensteuererklärung.

Welche Leistung bekomme ich für die Maklerkosten?

Die Maklerkosten decken eine Reihe von Dienstleistungen ab, die der Immobilienmakler im Rahmen des Verkaufs- oder Vermietungsprozesses einer Immobilie erbringt. Diese Gebühren sind nicht nur für die reine Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer bzw. Mieter und Vermieter gedacht, sondern beinhalten vielfältige Leistungen, die den Prozess erleichtern und professionalisieren sollen. Hier sind einige der zentralen Leistungen aufgeführt, die Sie typischerweise für die Maklerkosten erhalten:

1. Marktanalyse und Preisfindung

  • Der Makler führt eine umfassende Marktanalyse durch, um einen realistischen Verkaufs- oder Mietpreis für die Immobilie festzulegen. Dies beinhaltet die Bewertung vergleichbarer Objekte und die Berücksichtigung aktueller Markttrends.

2. Professionelle Präsentation und Marketing

  • Erstellung hochwertiger Fotos und ansprechender Exposés, um die Immobilie bestmöglich zu präsentieren.
  • Einsatz von Online- und Offline-Marketingstrategien, um die Immobilie einem breiten Publikum bekannt zu machen. Dazu zählen Anzeigen auf Immobilienportalen, in Zeitungen sowie die Nutzung sozialer Medien und des eigenen Netzwerks des Maklers.

3. Organisation und Durchführung von Besichtigungen

  • Der Makler koordiniert und führt Besichtigungstermine mit Interessenten durch. Dies beinhaltet auch die Vorauswahl potenzieller Käufer oder Mieter, um sicherzustellen, dass nur ernsthafte Interessenten die Immobilie besichtigen.

4. Verhandlungsführung und Vertragsabwicklung

  • Der Makler übernimmt die Verhandlungen zwischen den Parteien, um optimale Konditionen für seinen Auftraggeber zu erzielen.
  • Unterstützung bei der Vorbereitung und Abwicklung des Kauf- oder Mietvertrags, einschließlich der Klärung rechtlicher Fragen und der Koordination mit Notaren.

5. Beratung und Betreuung

  • Umfassende Beratung zu allen Aspekten des Verkaufs- oder Vermietungsprozesses, einschließlich Finanzierungsmöglichkeiten, rechtlicher Rahmenbedingungen und steuerlicher Aspekte.
  • Unterstützung und Betreuung bis zum Abschluss des Vertrags und darüber hinaus.

6. Netzwerkzugang

  • Zugang zum Netzwerk des Maklers, das Käufer, Verkäufer, Mieter, Vermieter und andere Immobilienprofis umfassen kann, wodurch sich Möglichkeiten eröffnen, die außerhalb des öffentlichen Marktes liegen.

Fazit

Maklerkosten reflektieren ein Bündel an professionellen Dienstleistungen, die darauf abzielen, den Immobilienverkauf oder die Vermietung so effizient, sicher und gewinnbringend wie möglich zu gestalten. Die Expertise und die Dienstleistungen eines erfahrenen Maklers können eine wertvolle Ressource im Immobiliengeschäft darstellen, indem sie Zeit sparen, den Verkaufsprozess optimieren und häufig auch zu besseren Vertragskonditionen führen.


Wann muss eine Maklergebühr gezahlt werden?

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Eine Maklergebühr wird fällig, wenn durch die Vermittlung eines Maklers ein Immobiliengeschäft – sei es Kauf, Verkauf oder Vermietung – erfolgreich abgeschlossen wird. Dieses Honorar für die Dienstleistungen des Maklers ist in der Regel im Maklervertrag festgelegt und basiert auf dem Erfolg: kein Vertragsabschluss, keine Gebühr.

Erfolgsbasierte Maklergebühr beim Kauf und Verkauf

Die Maklergebühr beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist erfolgsabhängig und wird erst bei einem erfolgreichen Vertragsabschluss fällig. Dies bedeutet, dass der Makler einen Käufer oder Verkäufer für die Immobilie erfolgreich nachweisen oder vermitteln muss. Die genauen Bedingungen, unter denen die Gebühr zu zahlen ist, sind im Maklervertrag definiert.

Bestellerprinzip bei der Vermietung

Im Kontext der Vermietung regelt das Bestellerprinzip, dass die Maklergebühr von der Partei getragen wird, die den Makler beauftragt hat – in den meisten Fällen ist dies der Vermieter. Das Bestellerprinzip sorgt für eine gerechte Verteilung der Kosten und schützt Mieter vor hohen Einstiegsgebühren.

Wann ist die Maklergebühr fällig?

Die Gebühr wird fällig, sobald ein Vertragsabschluss durch die Tätigkeit des Maklers zustande kommt. Die Zahlungsmodalitäten, einschließlich Fälligkeit und Zahlungsfristen, sollten klar im Maklervertrag vereinbart sein.

Fazit

Die Verpflichtung zur Zahlung einer Maklergebühr und deren Höhe hängen vom erfolgreichen Abschluss eines Immobiliengeschäfts ab, das durch die Dienstleistungen des Maklers ermöglicht wurde. Die genauen Bedingungen sind im Maklervertrag festgelegt, wobei das Bestellerprinzip bei der Vermietung die Kostenverteilung regelt.

Lassen sich die Maklergebühren steuerlich absetzen?

Ob und inwieweit Maklergebühren steuerlich absetzbar sind, hängt vom jeweiligen Nutzungszweck der Immobilie und der steuerlichen Situation des Eigentümers oder Käufers ab. Generell gilt:

Bei Vermietung und Verpachtung

Maklergebühren für den Kauf oder die Vermietung von Immobilien, die anschließend vermietet oder verpachtet werden, können als Werbungskosten von den Steuern abgesetzt werden. Diese Kosten mindern die Steuerlast, indem sie die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung reduzieren. Dazu zählen sowohl die Maklergebühren für die Suche nach einem Mieter als auch jene Kosten, die beim Erwerb einer als Kapitalanlage gedachten Immobilie anfallen.

Beim Verkauf einer Immobilie

Die Maklergebühren beim Verkauf einer Immobilie sind in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Sie zählen zu den Verkaufskosten und mindern den zu versteuernden Gewinn aus dem Verkauf nicht direkt. Ausnahmen können gelten, wenn die Immobilie Teil des Betriebsvermögens ist oder im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit verkauft wird.

Beim Kauf eines selbst genutzten Wohnraums

Beim Erwerb eines Eigenheims oder einer selbst genutzten Wohnung können die Maklergebühren nicht als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden. Da es sich um eine private Lebensführung handelt, erkennt das Finanzamt diese Kosten nicht als abzugsfähig an.

Spezielle Fälle

In bestimmten Konstellationen, etwa bei der beruflich bedingten Zweitwohnung oder bei Immobilien, die sowohl vermietet als auch selbst genutzt werden, können Teile der Maklergebühren unter Umständen steuerlich relevant sein. Hier ist eine individuelle Prüfung und Beratung durch einen Steuerberater ratsam.

Fazit

Die Möglichkeit, Maklergebühren steuerlich abzusetzen, ist stark vom Verwendungszweck der Immobilie und den spezifischen Umständen des Einzelfalls abhängig. Insbesondere bei Vermietungsabsichten können diese Kosten steuermindernd wirken, während sie bei selbst genutztem Wohneigentum oder beim Verkauf nicht abzugsfähig sind.