Maklergebühren 2024 - Wer zahlt die Maklerkosten beim Hausverkauf


Haus privat verkaufen

Maklergebühr

Beim Verkauf eines Hauses stoßen Eigentümer oft auf die gleiche große Frage: "Wie viel wird mich der Makler kosten?" Die Maklergebühren sind ein wesentlicher Bestandteil des Hausverkaufsprozesses, doch ihre Struktur und Verteilung können Verkäufer wie Käufer verunsichern. In diesem Artikel entwirren wir das Knäuel rund um die Maklergebühren beim Hausverkauf, klären auf, wer tatsächlich zahlt und wie Sie möglicherweise Kosten sparen können. Ob Sie sich fragen, wie Maklergebühren berechnet werden, wer für sie aufkommt oder wie Sie die besten Konditionen aushandeln .

Die 3 wichtigsten Fakten 

  1. Definition und Zweck: Maklergebühren sind Zahlungen für die Dienstleistungen eines Immobilienmaklers beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie. Sie entlohnen den Makler für seine Bemühungen, vom ersten Listing bis zum Abschluss des Verkaufs.

  2. Berechnung: Die Gebühren werden typischerweise als Prozentsatz des Verkaufspreises der Immobilie berechnet, meist zwischen 3% und 7%, plus Mehrwertsteuer. Die genaue Höhe kann variieren und ist verhandelbar.

  3. Aufteilung der Kosten: Nach der Gesetzesänderung in Deutschland im Dezember 2020 müssen Käufer und Verkäufer die Maklerkosten beim Verkauf von Wohnimmobilien gerecht teilen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

Diese Punkte bieten einen klaren Überblick über die Grundlagen der Maklergebühren und deren Bedeutung im Immobilienverkaufsprozess.

Inhaltsverzeichnis

1)Maklergebühren erklärt: Was sind Maklergebühren und wie werden sie berechnet?

2)Die Aufteilung der Kosten: Wer zahlt den Makler beim Hausverkauf?

3)Maklergebühren verhandeln: Tipps für Verkäufer und Käufer, um die besten Konditionen zu erreichen.

4)Gesetzliche Regelungen: Einblick in die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zu Maklergebühren.

5)Maklergebühren bei Vermietung: Wer zahl die Maklergebühren bei der Vermietung?

6)Steuerliche Betrachtung? Sind Maklergebühren absetzbar?

Maklergebühren kurz erklärt

Maklergebühren entstehen, wenn ein Makler erfolgreich eine Immobilie vermittelt – das heißt, wenn durch seine Bemühungen ein Kaufvertrag zwischen Verkäufer und Käufer zustande kommt. Diese Gebühren sind in der Regel vom Verkäufer und/oder vom Käufer zu tragen, abhängig von der vorab getroffenen Vereinbarung und den regionalen Gepflogenheiten.

Wie werden Maklergebühren berechnet?

Die Berechnung von Maklergebühren, insbesondere bei einem Hausverkauf, folgt meist einem standardisierten Prozentsatz des Verkaufspreises der Immobilie. Diese Gebühren, oft als Provision oder Courtage bezeichnet, variieren in ihrer Höhe, basierend auf dem Standort, der Art des Objekts und den individuellen Vereinbarungen zwischen Makler und Eigentümer.

  1. Prozentsatz des Verkaufspreises

Die Maklergebühren beim Hausverkauf werden typischerweise als ein bestimmter Prozentsatz des finalen Verkaufspreises berechnet. Dieser Prozentsatz bewegt sich häufig um die 7,14%, abhängig von der Region, der Marktlage und den Dienstleistungen, die der Makler erbringt.

  1. Regionale Unterschiede

Die Höhe der Maklergebühren kann regional variieren. In manchen Gebieten mit hoher Nachfrage und starkem Wettbewerb unter Immobilienmaklern können die Provisionssätze niedriger sein, während in Gebieten mit weniger Wettbewerb die Gebühren tendenziell höher ausfallen.

  1. Individuelle Vereinbarungen

Auch wenn die Maklergebühren oft auf branchenüblichen Sätzen basieren, sind sie grundsätzlich verhandelbar. Verkäufer und Käufer können vor der Beauftragung des Maklers spezifische Konditionen aushandeln, die sowohl die Höhe der Provision als auch die Aufteilung der Maklerkosten betreffen.

Wer trägt die Maklergebühren beim Hausverkauf?

Beim Hausverkauf in Deutschland wird die Frage, wer die Maklerkosten trägt, seit einer Gesetzesänderung im Dezember 2020 klarer geregelt. Diese Neuregelung zielt darauf ab, eine gerechtere Aufteilung der Maklergebühren zwischen Käufer und Verkäufer zu gewährleisten. Hier sind die Schlüsselaspekte:

Gesetzliche Regelung zur Aufteilung der Maklerkosten

Nach dem neuen Gesetz müssen sich Käufer und Verkäufer die Maklergebühren beim Kauf von Wohnimmobilien teilen. Das bedeutet, dass der Verkäufer nicht mehr die gesamten Kosten auf den Käufer abwälzen kann. Stattdessen ist vorgesehen, dass beide Parteien mindestens die Hälfte der Maklerkosten übernehmen. Diese Regelung gilt allerdings nur, wenn der Makler beide Parteien vertreten hat.

Individuelle Vereinbarungen

Trotz der gesetzlichen Vorgaben besteht nach wie vor die Möglichkeit, individuelle Vereinbarungen zur Übernahme der Maklerkosten zu treffen. Solche Vereinbarungen müssen jedoch explizit getroffen und im Maklervertrag festgehalten werden. Es ist wichtig, dass beide Parteien der Aufteilung der Maklergebühren zustimmen.

Praktische Umsetzung

In der Praxis bedeutet dies, dass der Käufer sicher sein kann, höchstens die Hälfte der Maklergebühren zahlen zu müssen. Diese Regelung stärkt die Position des Käufers und sorgt für mehr Transparenz und Fairness im Immobilienmarkt. Verkäufer wiederum müssen nun einen Teil der Maklerkosten als Teil der Verkaufskosten einkalkulieren.

Fazit

Die Frage, wer die Maklerkosten beim Hausverkauf trägt, wird durch die gesetzlichen Vorgaben grundlegend geregelt, lässt jedoch Raum für individuelle Vereinbarungen. Diese Neuregelung fördert eine fairere Kostenverteilung und trägt dazu bei, die finanziellen Lasten des Immobilienkaufs gerechter zu verteilen. Für beide Seiten – Käufer und Verkäufer – ist es ratsam, sich frühzeitig über die anfallenden Maklergebühren und deren Aufteilung zu informieren und entsprechende Vereinbarungen im Maklervertrag festzuhalten.

Wie hoch sind die Maklergebühren in den Bundesländern

Seit der Gesetzesänderung im Dezember 2020, die eine gerechte Aufteilung der Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer vorschreibt, hat sich jedoch ein relativ einheitlicher Rahmen etabliert. Generell bewegen sich die Maklergebühren um die 7% des Kaufpreises der Immobilie, inkl der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Beispiele für Maklergebühren nach Bundesländern (Stand vor der Gesetzesänderung, zur Orientierung):

  • Berlin, Hamburg, Bremen:In diesen Stadtstaaten waren die Maklergebühren traditionell vom Käufer zu tragen und lagen oft bei 6% bis 7,14% inklusive MwSt.
  • Bayern, Baden-Württemberg:Auch hier zahlte üblicherweise der Käufer die Maklerprovision, die bis zu 7,14% inklusive MwSt. betragen konnte.
  • Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz:In diesen Bundesländern waren ebenfalls bis zu 7,14% üblich, zahlbar vom Käufer.
  • Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern:In den neuen Bundesländern konnte die Provision variieren, aber auch hier waren bis zu 7,14% keine Seltenheit, die vom Käufer gezahlt wurden.

Aktuelle Situation:

Nach der Gesetzesänderung müssen sich Käufer und Verkäufer die Maklerkosten teilen, sofern nicht anders vereinbart. Das bedeutet, dass in allen Bundesländern die Provision nun in der Regel hälftig aufgeteilt wird. Die genaue Höhe der Gebühren kann weiterhin variieren, abhängig vom lokalen Markt und individuellen Vereinbarungen. Die Aufteilung sorgt jedoch für eine gerechtere Verteilung der Kosten.

Wie wird die Maklergebühr zwischen Makler, Eigentümer und Käufer geregelt?

Maklervertrag zwischen Eigentümer und Makler

Der Maklervertrag wird in der Regel zwischen dem Immobilienmakler und dem Eigentümer der Immobilie ausgehandelt und geschlossen. In diesem Vertrag werden die Bedingungen der Maklertätigkeit, einschließlich der Höhe der Maklergebühren und deren Aufteilung, festgelegt. Der Eigentümer vereinbart mit dem Makler die Konditionen für die Vermarktung und den Verkauf der Immobilie.

Zustimmung des Käufers zu den Maklergebühren

Seit der Gesetzesänderung müssen Käufer und Verkäufer die Maklergebühren grundsätzlich hälftig tragen. Für Käufer bedeutet dies, dass sie bei Interesse an einer Immobilie, die über ein Portal wie Immobilienscout24 angeboten wird, oft zustimmen müssen, ihren Teil der Maklergebühr zu tragen, bevor ihnen die Adresse oder weitere Details zur Immobilie durch den Makler freigegeben werden. Diese Zustimmung erfolgt in der Regel im Rahmen der Anfrage beim Makler oder durch eine Vereinbarung, die vor der Besichtigung getroffen wird.

Transparenz und Informationspflicht

Die gesetzliche Regelung zielt darauf ab, die Transparenz im Immobilienmarkt zu erhöhen und sicherzustellen, dass Käufer über die anfallenden Kosten informiert sind, bevor sie sich entscheiden, eine Immobilie zu erwerben. Makler sind daher verpflichtet, in ihren Anzeigen und im direkten Kontakt mit potenziellen Käufern klar anzugeben, dass und wie die Maklergebühren geteilt werden.

Fazit

Die Aufteilung der Maklergebühren soll für eine gerechtere Lastenverteilung zwischen Käufer und Verkäufer sorgen. Der Käufer muss nun explizit zustimmen, seinen Teil der Gebühren zu übernehmen, was in der Praxis oft über die Immobilienportale organisiert wird, durch die der erste Kontakt zum Makler hergestellt wird. Es ist wichtig, dass sich Käufer vorab über die genauen Bedingungen informieren und sich bewusst sind, dass die Zustimmung zu den Maklergebühren Teil des Prozesses ist, um Zugang

Wie hoch sind die Maklergebühren bei einer Vermietung?

Bei der Vermietung von Immobilien in Deutschland gelten für die Maklergebühren spezielle Regelungen, die sich von denen beim Verkauf unterscheiden. Seit der Einführung des Bestellerprinzips im Jahr 2015 bei der Vermietung von Wohnraum sind die Maklergebühren in der Regel vom Auftraggeber des Maklers zu tragen, also von der Person, die den Makler beauftragt hat. Häufig ist dies der Vermieter.

Höhe der Maklergebühren bei Vermietungen

Die Höhe der Maklergebühren bei der Vermietung wird zwischen dem Makler und dem Auftraggeber individuell vereinbart, überschreitet aber in der Regel nicht zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Es gibt keine bundeseinheitliche Regelung zur genauen Höhe, aber die Begrenzung auf maximal zwei Nettokaltmieten bietet einen Orientierungsrahmen.

Bestellerprinzip

Das Bestellerprinzip besagt, dass die Partei, die den Makler beauftragt, auch die Maklergebühren trägt. In den meisten Fällen ist dies der Vermieter. Vor der Einführung des Bestellerprinzips war es üblich, dass die Maklergebühren auf den Mieter umgelegt wurden, auch wenn der Vermieter den Makler beauftragt hatte. Seit der Gesetzesänderung sollen Mieter vor hohen Einstiegskosten geschützt werden.

Ausnahmen und Besonderheiten

In einigen Fällen kann der Mieter die Maklergebühren übernehmen, allerdings nur, wenn er den Makler explizit beauftragt hat, ohne dass der Vermieter den Makler zuvor engagiert hat. Dies ist eher die Ausnahme und muss klar zwischen allen Parteien vereinbart werden.

Fazit

Die Maklergebühren bei der Vermietung von Immobilien sind durch das Bestellerprinzip klar geregelt, mit dem Ziel, die finanzielle Belastung für Mieter zu reduzieren. Vermieter, die einen Makler für die Vermittlung eines Mieters beauftragen, müssen daher in der Regel mit Kosten rechnen, die bis zu zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer betragen können.

Wann muss eine Maklergebühr gezahlt werden?

Eine Maklergebühr wird fällig, wenn durch die Vermittlung eines Maklers ein Immobiliengeschäft – sei es KaufVerkauf oder Vermietung – erfolgreich abgeschlossen wird. Dieses Honorar für die Dienstleistungen des Maklers ist in der Regel im Maklervertragfestgelegt und basiert auf dem Erfolg: kein Vertragsabschluss, keine Gebühr.

Erfolgsbasierte Maklergebühr beim Kauf und Verkauf

Die Maklergebühr beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist erfolgsabhängig und wird erst bei einem erfolgreichen Vertragsabschluss fällig. Dies bedeutet, dass der Makler einen Käufer oder Verkäufer für die Immobilie erfolgreich nachweisen oder vermitteln muss. Die genauen Bedingungen, unter denen die Gebühr zu zahlen ist, sind im Maklervertrag definiert.

Bestellerprinzip bei der Vermietung

Im Kontext der Vermietung regelt das Bestellerprinzip, dass die Maklergebühr von der Partei getragen wird, die den Makler beauftragt hat – in den meisten Fällen ist dies der Vermieter. Das Bestellerprinzip sorgt für eine gerechte Verteilung der Kosten und schützt Mieter vor hohen Einstiegsgebühren.

Wann ist die Maklergebühr fällig?

Die Gebühr wird fällig, sobald ein Vertragsabschluss durch die Tätigkeit des Maklers zustande kommt. Die Zahlungsmodalitäten, einschließlich Fälligkeit und Zahlungsfristen, sollten klar im Maklervertrag vereinbart sein.

Fazit

Die Verpflichtung zur Zahlung einer Maklergebühr und deren Höhe hängen vom erfolgreichen Abschluss eines Immobiliengeschäfts ab, das durch die Dienstleistungen des Maklers ermöglicht wurde. Die genauen Bedingungen sind im Maklervertrag festgelegt, wobei das Bestellerprinzip bei der Vermietung die Kostenverteilung regelt.

Lassen sich die Maklergebühren steuerlich absetzen?

Ob und inwieweit Maklergebühren steuerlich absetzbar sind, hängt vom jeweiligen Nutzungszweck der Immobilie und der steuerlichen Situation des Eigentümers oder Käufers ab. Generell gilt:

Bei Vermietung und Verpachtung

Maklergebühren für den Kauf oder die Vermietung von Immobilien, die anschließend vermietet oder verpachtet werden, können als Werbungskosten von den Steuern abgesetzt werden. Diese Kosten mindern die Steuerlast, indem sie die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung reduzieren. Dazu zählen sowohl die Maklergebühren für die Suche nach einem Mieter als auch jene Kosten, die beim Erwerb einer als Kapitalanlage gedachten Immobilie anfallen.

Beim Verkauf einer Immobilie

Die Maklergebühren beim Verkauf einer Immobilie sind in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Sie zählen zu den Verkaufskosten und mindern den zu versteuernden Gewinn aus dem Verkauf nicht direkt. Ausnahmen können gelten, wenn die Immobilie Teil des Betriebsvermögens ist oder im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit verkauft wird.

Beim Kauf eines selbst genutzten Wohnraums

Beim Erwerb eines Eigenheims oder einer selbst genutzten Wohnung können die Maklergebühren nicht als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden. Da es sich um eine private Lebensführung handelt, erkennt das Finanzamt diese Kosten nicht als abzugsfähig an.

Spezielle Fälle

In bestimmten Konstellationen, etwa bei der beruflich bedingten Zweitwohnung oder bei Immobilien, die sowohl vermietet als auch selbst genutzt werden, können Teile der Maklergebühren unter Umständen steuerlich relevant sein. Hier ist eine individuelle Prüfung und Beratung durch einen Steuerberater ratsam.

Fazit

Die Möglichkeit, Maklergebühren steuerlich abzusetzen, ist stark vom Verwendungszweck der Immobilie und den spezifischen Umständen des Einzelfalls abhängig. Insbesondere bei Vermietungsabsichten können diese Kosten steuermindernd wirken, während sie bei selbst genutztem Wohneigentum oder beim Verkauf nicht abzugsfähig sind.