Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb in Bayern


Beim Kauf einer Immobilie in Bayern müssen Käufer neben dem eigentlichen Kaufpreis auch diverse Kaufnebenkosten einkalkulieren. Diese zusätzlichen Ausgaben können einen erheblichen Anteil an der gesamten Investitionssumme ausmachen. Um angehenden Immobilieneigentümern eine klare Übersicht zu bieten, werden hier die wesentlichen Kaufnebenkosten in Bayern detailliert dargestellt.

Grunderwerbsteuer in Bayern

Die Grunderwerbsteuer in Bayern beträgt 3,5% des Kaufpreises oder der Gegenleistung für die Immobilie. Dieser Satz ist einer der niedrigeren in Deutschland und wird auf den Wert der Immobilie angewandt. Für den Käufer bedeutet dies eine vergleichsweise moderate zusätzliche Belastung.

Notar- und Grundbuchkosten

Notar- und Grundbuchkosten umfassen in Bayern, wie auch in anderen Bundesländern, in der Regel 1,5% bis 2% des Kaufpreises. Diese Kosten decken die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags und die Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch ab.

Maklergebühren

Die Maklergebühren können in Bayern variieren, liegen aber üblicherweise um die 7,14% des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Die genaue Höhe hängt von der Vereinbarung zwischen Käufer, Verkäufer und dem Makler ab. Diese müssen in der Regel vom Käufer und Verkäufer hälftig getragen werden.


Übersicht der Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in Bayern

KostenartProzentsatz vom Kaufpreis
Grunderwerbsteuer3.50%
Notar- und Grundbuchkosten1,5% - 2%
Maklergebühren (marktüblich)3.57%
in Summe9.07%

Berechnungsgrundlage der Grunderwerbsteuer in Bayern

Die Berechnungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer in Bayern ist der Kaufpreis oder die gesamte Gegenleistung, die für die Immobilie geleistet wird. Dazu zählen sowohl der Wert des Grundstücks als auch aller darauf befindlichen Gebäude und weitere Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Kauf erbracht werden.

Fälligkeit und Zahlungsmodalitäten

Nachdem der Kaufvertrag abgeschlossen und beim Finanzamt eingereicht wurde, erhalten Käufer einen Grunderwerbsteuerbescheid. Die Zahlung dieser Steuer ist notwendig für die Eintragung des Eigentumsübergangs im Grundbuch und wird üblicherweise innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheids fällig.

Notarkosten beim Immobilienkauf in Bayern

Die Notarkosten spielen beim Kauf einer Immobilie in Bayern eine wesentliche Rolle und tragen zu den gesamten Kaufnebenkosten bei. Diese Gebühren sind für die rechtliche Abwicklung des Immobilienkaufs unerlässlich, da sie die Beurkundung des Kaufvertrags und die Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch abdecken. Hier ein detaillierter Einblick in die Notarkosten beim Immobilienerwerb in Bayern.

Berechnungsgrundlage der Notarkosten

In Bayern, wie auch im Rest Deutschlands, richten sich die Notarkosten nach der Gebührenordnung für Notare (GNotKG). Die Höhe dieser Kosten wird durch den Wert der Immobilie bestimmt. Zu den notariellen Leistungen gehören unter anderem die Beurkundung des Kaufvertrags, die Anfertigung der Auflassungsvormerkung und, falls erforderlich, die Bestellung von Grundschulden für die Immobilienfinanzierung. Die Gebühren für diese Dienstleistungen sind gestaffelt, was bedeutet, dass sie mit dem Wert der Immobilie steigen.

Fälligkeit und Zahlungsmodalitäten

Die Notarkosten werden in der Regel kurz nach der Beurkundung des Kaufvertrags fällig. Der Notar stellt eine detaillierte Rechnung aus, auf der alle erbrachten Leistungen und die entsprechenden Kosten aufgeführt sind. Diese Gebühren müssen bezahlt werden, um den Kaufprozess fortzusetzen und insbesondere die Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch zu ermöglichen.