Mit dem Bieterverfahren eine Immobilie verkaufen


Das Bieterverfahren wird immer öfter beim Immobilienverkauf angewendet, da es eine gute Alternative zum klassischen Immobilienverkauf darstellt.

In diesem Artikel erklären wir die einzelnen Schritte zum Bieterverfahren und gehen den folgenden Fragen nach:

Wann lohnt es sich, über ein Bieterverfahren Immobilien zu verkaufen?

Welche Vorteile und Nachteile hat solch ein Bieterverfahren und was sollte ich beachten?

Bieterverfahren Rechtsgrundlage: Darf ich meine Immobilie überhaupt über ein Bieter Verfahren anbieten?


1) Bieterverfahren: Der Ablauf

Bei einem Bieterverfahren nennt der Verkäufer in der Regel keinen Verkaufspreis, sondern er lässt die Kaufinteressenten um den Zuschlag konkurrieren: Jeder Interessent gibt ein Kaufgebot ab, dessen Höhe er oder sie alleine festlegt. Nach Beendigung des Bieter Verfahrens hat der Verkäufer im Idealfall zahlreiche Kaufangebote auf dem Tisch liegen, von denen er sich nun das beste aussuchen kann. Beim Bieteverfahren kann aber auch mindest Verkaufspreis / Startpreis festgelegt werden.

Wenn alles so läuft wie geplant, ist das Bieterverfahren ein Verkaufsinstrument, das einen sehr guten Preis in einer sehr kurzen Zeit bewirken kann. Damit es jedoch während des Verfahrens zu keinen Schwierigkeiten kommt, sollten Verkäufer sich an die folgenden fünf Schritte des Bieterverfahrens halten:

  • Die Versuchung ist groß, ein Bieterverfahren ohne Makler auszuschreiben. Immerhin bieten die Käufer ganz von alleine einen realistischen Preis, richtig? Nicht ganz. Bei einem Bieterverfahren müssen dieselben Verkaufsaktivitäten erledigt werden wie bei einem üblichen Verkaufsprozedere auch. Ein Bieterverfahren sollte deshalb nicht ohne die Hilfe eines Maklers begonnen werden. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Makler mit Bieterverfahren bereits auskennt und Erfahrungen vorweisen kann.
  • Sobald Sie einen versierten Makler gefunden haben, geht es an die Erstellung des Exposés. Hierfür macht der Makler Fotos, fertigt Grundrisse an und besorgt die erforderlichen Unterlagen. Darüber hinaus wird der Makler einen Verkehrswert ermitteln, auch wenn dieser im späteren Exposé fehlen wird. Alternativ kann im Exposé auch ein Mindestpreis festgelegt werden.
  • Ihr Makler wird nach der Fertigstellung des Exposés und der Ermittlung des Verkehrswertes Ihre Immobilie über die gängigen Verkaufskanäle vermarkten. Der Hinweis, dass die Immobilie über ein Bieterverfahren angeboten wird, darf dabei niemals fehlen.
  • Der Besichtigungstermin ist da. Im Rahmen einer Sammelbesichtigung gehen die Interessenten durch das Objekt, stellen Ihrem Makler Fragen und lassen sich bei der Abgabe eines Kaufgebotes unterstützen.
  • Wenige Wochen nach dem Besichtigungstermin läuft die Frist für die Abgabe der Angebote aus. Nun können Sie unter allen eingegangenen Angeboten das beste auswählen. Sie sollten jedoch nicht nur nach dem Preis gehen, sondern auch die Person(en) hinter dem Angebot begutachten. Vielleicht haben sich einige der Interessenten von der Stimmung mitreißen lassen und ein für ihre Verhältnisse viel zu hohes Angebot abgegeben, das die finanzierende Bank wieder einkassieren wird? Halten Sie am besten auch hier Rücksprache mit Ihrem Makler, welche Interessenten bei der Besichtigung am solidesten wirkten.

Gut zu wissen:
Auch wenn Sie als Verkäufer zahlreiche Angebote erhalten haben, müssen Sie keines davon annehmen. Auf der anderen Seite sind jedoch auch Ihre Interessenten nicht dazu verpflichtet, sich an ihr abgegebenes Angebot zu halten.

2) Bieterverfahren Rechtsgrundlage

An sich steht es jedem Hausbesitzer frei, wie er seine Immobilie verkaufen möchte. Auch das Bieter Verfahren stellt also kein Problem dar, solange alle Interessenten informiert worden sind.
Abgegebene Gebote sind jedoch keine Verkaufsgarantie. Theoretisch können Interessenten Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen und nach der Zusage wieder abspringen, denn: Erst wenn es einen unterschriebenen und notariell beurkundeten Kaufvertrag gibt, ist der Kaufinteressent rechtlich bindend zum Käufer geworden.

Gut zu wissen:
Ein Bieterverfahren ist keine Auktion, denn es ist völlig unverbindlich. Weder muss der Verkäufer das höchste abgegebene Gebot akzeptieren (bzw. überhaupt eins), noch müssen sich die Bietenden an ihre abgegebenen Gebote halten.

3) Vorteile und Nachteile des Bieterverfahrens

Das Bieterverfahren ist kein Wunderbonbon, sondern hat neben seinen verschiedenen Vorteilen auch Nachteile, die jeder Verkäufer in Betracht ziehen sollte.

Vorteile Bieterverfahren

  • Möglichkeit, einen Verkaufspreis über dem Marktwert zu erzielen
  • Für gewöhnlich kurze Vermarktungsdauer
  • Nur ein Besichtigungstermin
  • Über das Bieter Verfahren kann der Verkäufer unverbindlich ermitteln, wie viel Käufer generell für seine Immobilie bezahlen würden, und mit diesem Wissen anschließend eine klassische Vermarktungsmethode wählen

Nachteile Bieterverfahren

  • Eventuell kommen Leute, die nur mal gucken wollen, als ernsthafte Interessenten
  • Interessenten haben sich zu einem zu hohen Gebot hinreißen lassen, das sie nicht finanzieren können und müssen vom Gebot abtreten.

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4) Wann lohnt sich ein Bieterverfahren bei Immobilien?

Bei einem Bieterverfahren erhält der Verkäufer einen Auszug dessen, was seine Immobilie auf dem Immobilienmarkt wert ist.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Verkaufschancen durch ein Bieterverfahren  steigen und zu einem hohen Verkaufspreis führen kann.

Befindet sich der Verkäufer in Geldnot, kann ein Bieterverfahren ebenfalls eine gute Alternative sein, da hier die Vermarktungsdauer für gewöhnlich wesentlich kürzer ausfällt als bei der klassischen Verkaufsmethode und die Immobilie so schneller zu Geld gemacht werden kann.

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